Wie kommt die Ware ins Regal? Ergebnisse der Regionalmarketing-Akademie mit REWE

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Am 8.11. lud die AgiL zur 1. Veranstaltung der Regionalmarketing-Akademie zum Thema „Der Weg in den sächsischen Lebensmittel-Einzelhandel mit REWE“ ein. Der Einladung folgten interessierte Produzent:innen sowie Vertreter:innen von Vermarktungsgemeinschaften aus Sachsen.

Frau Schulz – REWE Lokalitätsbeauftragte für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, erläuterte ausführlich den lokalen Listungsprozess und was dafür benötigt wird, z. B. Zertifizierungen, Versicherungen und eine GTIN (ehemals EAN). Die gute Nachricht: Für lokale Lieferant:innen wurde ein vereinfachter Prozess eingeführt und zusätzlich wird noch einiges geboten: Werbliche Unterstützung, keine Vertragslaufzeit, kostenlose Listung und eine persönliche Begleitung durch den Prozess.

Lieferant:innen berichten aus der Praxis

Diese Vorteile bestätigte auch Frau Sucholas vom Pfarrgut Taubenheim (Hofmolkerei, Hofbäckerei, Hofladen), ein langjähriger lokaler REWE-Lieferant. Richtig Fahrt nahm die Vermarktung in 2014 mit der Einführung eines Regionalkonzeptes für den Hof auf. Zunächst standen sie vor großen Herausforderungen und Bedenken wie z.B. einem Preisdiktat von REWE und hohen Listungsgebühren. Diese konnten aber in einem persönlichen Gespräch mit der Lokalitätsbeauftragten ausgeräumt werden. Weiterhin entschied sich das Pfarrgut Taubenheim sich für eine REWE-Zertifizierung, womit zunächst eine weitere scheinbare Hürde auftauchte. „Gute Vorbereitung lohnt sich, dann muss es auch nicht jährlich erfolgen, wenn es keine oder nur kleine Beanstandungen gibt. Am Anfang ist es mehr Arbeit, die wird aber schnell zur Routine und letztlich geht es auch um die Sicherheit unserer Kunden. Wir tragen als Lebensmittelherstellende eine große Verantwortung. Im Nachhinein war es also gar nicht so schlimm“, merkte Frau Sucholas an.

Als bestehende Lieferantin erklärte sie außerdem, wie einfach nun der Prozess zur Erweiterung ihres Sortimentangebots für die REWE-Kaufleute ist, z.B. für Saisonware jetzt zur Weihnachtszeit. Sie muss die neuen Produkte erst einmal nur in das Lieferant:innen-Portal eintragen und schon stehen sie allen interessierten Kaufleuten zur Verfügung. „Natürlich sprechen wir die Märkte in Dresden und Meißen auch persönlich an und lassen auch mal ein Produktmuster dort. Das gehört mit dazu“, ergänzt Frau Sucholas.

Enge Beziehungen zwischen Lieferant:in und Handel

Wer die Beziehungen pflegt, hat die höchsten Erfolge“, stimmte Frau Schulz zu. Während Corona starteten die Märkte mit einer positiven Entwicklung für hochwertige Waren, aktuell ist leider wieder ein Rückgang zu verzeichnen. Umso mehr gibt sie den Rat zum Aufbau einer engen Beziehung zwischen Lieferant:in und Markt, die durch Streckenbelieferung in individueller Absprache direkt versorgt werden.

Im Anschluss an die Impulsvorträge nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit für Ihre konkreten Fragen. Man darf gespannt sein auf die Entwicklungen des Sortiments.

Die Regionalmarketing-Akademie „Mein Weg in den sächsischen Lebensmittel-Einzelhandel mit REWE“ können Sie unten und bei youtube nachschauen. Die Kontaktdaten der Ansprechpersonen finden Sie unterhalb des Videos und ebenfalls im Video. Den Vortrag als PDF finden Sie hier.

Die zweite Regionalmarketing-Akademie zum Thema Einzelhandel schloss sich am 15.11. an und beleuchtete ausführlich den Einstieg bei EDEKA.

Die Regionalmarketing-Akademie zum Nachschauen
Kontaktdaten der Ansprechpersonen von REWE Ost

Sandra Schulz
Lokalitätsbeauftragte
036202 83 175
sandra.schulz@rewe-group.com

Bettina Illing
Obst & Gemüse
03328 3314 482
Bettina.illing@rewe-group.com

Daniela Berls
Fleisch & Wurst und demeter
036202 83 170
daniela.berls@rewe-group.com

Weitere Veranstaltungen von AgiL erwarten zahlreiche Teilnehmer:innen.